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PateNTe Lösung? (08.10.2006 10:30)
Ganz sauer ist mir eine Verinsgründugn aufgestoßen, die jüngst in der NTZ verkündet wurde. Dazu habe ich den flogenden leserbrief verfasst, aus dem auch die wichtigsten Details dazu aufgeführt sind.

Leserbrief 8.Okt.06 zu einem Artikel vom am 4. Oktober 06

PateNT-e Lösung?!

In der NTZ wurde bereits mehrfach über die Gründung eines Vereins mit Namen „PateNT“ berichtet, zuletzt am 4. Oktober 06. Zu dieser Neugründung möchte ich den Beteiligten meinen vollen Respekt aussprechen, denn es wurde hiermit die eierlegende Wollmilchsau im Bereich „alt“ werden entwickelt.
Ich habe den Artikel so verstanden, dass der Verein Ehrenamtliche an Menschen vermittelt, die aufgrund von altersbedingten Einschränkungen ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können. Die Ehrenamtlichen sollen dann „mit kleinen und nur kurzen Hilfsmöglichkeiten dazu beitragen, dass Älterwerden zu Hause möglich bleiben kann.“ – so ein Zitat aus dem Artikel. Sehr ehrenvoll, aber das gibt es doch schon, es heißt Nachbarschaftshilfe und wird von allen Vereinsmitgliedern schon seit vielen Jahren angeboten. Will man nun den engagierten Hausfrauen die paar Euro auch noch nehmen? Sollen sie sich als Ehrenamtliche bewerben und dann für warme Worte und ein paar Gutscheine dasselbe leisten wie seither?
Eine andere Variante erscheint mir allerdings wahrscheinlicher. Ich sehe, wer den Verein gegründet hat und finde alle großen Anbieter von Altenpflegeleistungen in Nürtingen, von ambulanter Hilfe bis zu stationärer Pflege dort vertreten. Sollen vielleicht die Ehrenamtlichen Vermittler zwischen Anbietern von Pflegeleistungen und „Kunden“ sein? Das wäre dann in der Tat eine sehr PatenNTe Lösung: durch die Vereinsstruktur wird der Werbeetat dieser Firmen entlastet, vielleicht kann man auch noch Fördermittel für ein „Innovatives Projekt bürgerschaftllichen Engagements“ mitnehmen? Man hat eine Teilzeitstelle geschaffen und dafür zig andere Nebenverdienstmöglichkeiten vernichtet durch den Mantel „Ehrenamt“ – wieder Kaufkraft, die verloren geht.
Dieses Konstrukt erscheint mir Beispielhaft zu sein. Vielleicht sollten die Initiatoren es verkaufen an Aldi, Lidl, Rewe, H&M, Mediamarkt und Co., auch diese Firmen könnten einen Verein gründen und ehrenamtliche Einkaufsberater ausbilden, die Einkaufstüten anbieten – ganz umsonst natürlich, und dabei immer wieder auf die günstigsten Sonderangebote ihrer „Mäzene“ hinweisen.
Die Stadt hat, vertreten durch Bürgerbüro und Bürgermeister, wieder mal eine prämierungswürdige Leistung vollbracht: Was eigentlich der städtische Soziale Dienst Leisten sollte, macht nun eine Teilzeitkraft, die von einem Verein finanziert wird. Dem ganzen kann man das Mäntelchen „Ehrenamtliche Initiative“ verpassen und dafür Fördergelder einstreichen.
Was habe ich als zukünftige Alte davon? Nicht mehr als seither, nur dass ich keine Illusionen mehr habe, wofür in Nürtingen „Ehrenamtliche“ eingesetzt werden.
Ende des Leserbriefes

Was meint ihr dazu? Bin ich blöd oder bin ich Nürtingerin? Oder ist das vielleicht dasselbe????
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Beitrag Autor Datum
PateNTe Lösung?
Rosemarie Körner 08.10.2006 10:30
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