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Hochwasser und Wörth und Großer Forst (07.08.2008 21:41)
7. August 2008

Pressemitteilung Gemeinderatsfraktion Nürtinger Liste / Grüne
Hochwassergefahr am Neckar – Kommen bald 2 Meter hohe Dämme?

Aus der überörtlichen Presse (Stgt.Zeitg. vom 5.8.08) ist zu entnehmen, dass die Stadt bei der Ausschreibung des Investorenwettbewerbs für den Wohnpark Wörth unpräzise Angaben zum Hochwasserschutz gemacht hat. Es wurde zwar allgemein auf die Hochwassergefahren am Neckar hingewiesen, verschwiegen wurde jedoch die seit Jahren vom Regierungspräsidium in Bearbeitung befindliche neue Hochwasserkarte-Gefahrenkarte, deren endgültige Veröffentlichung sich immer wieder verschoben hat und mit der nun im Frühjahr 2009 zu rechnen sei. Eine vorläufige Karte existiert jedoch bereits seit längerem im Nürtinger Rathaus bzw. Stadtbauamt. Die Investoren, insbesondere der 1. Preisträger, fühlen sich zu Recht hintergangen.

Um ein Jahrhunderthochwasser zu verhindern müssten nach der neuen Gefahrenkarte die
Nürtinger Hochwasserdämme um anderthalb bis zwei Meter höher werden. Damit ergibt sich für das Wörth-Areal bei der Steinachmündung eine vollkommen neue Ausgangslage.
Vielleicht wird der Wunsch der Nürtinger Liste / Grüne Wirklichkeit, dass dort eher ein Neckarpark als ein mit 84 Wohneinheiten vollgepropfter Wohnpark entsteht. Die inzwischen abgeräumte Fläche beim Stadtmuseum gibt Spielraum für Phantasien für eine alternative Nürtinger Stadtplanung.

Wenig Phantasie braucht man jedoch, um sich der drastischen Auswirkungen eines Jahrhunderthochwassers zu vergegenwärtigen. Es sind noch keine 14 Tage her, dass unsere diesbezüglichen Befürchtungen beim Satzungsbeschluss für den Großen Forst am 22.07.2008 von der Verwaltung und der Mehrheit des Gemeinderates nicht geteilt wurden. Die Nürtinger Liste / Grüne hat in ihrer Stellungnahme ein Entwässerungskonzept gefordert und auf die Hochwassergefahr im Plangebiet hingewiesen. Bei einer Versiegelungsfläche von 120.000 qm ergibt sich bei den immer häufiger auftretenden Sturzregen von bis zu 100 Litern/qm eine Regenwassermenge von 12 Millionen Liter oder 12.000 Kubikmetern, die u.U. innerhalb einer halben Stunde abregnen und über die Kanalisation abgeleitet werden müssen. Die geplanten Regenrückhaltebecken für Regenwasser (2.600 cbm) und Mischwasser (2.200 cbm) sind bei weitem für diese Sturzregen nicht ausreichend. Auch die Ableitung des Regenwassers über den Seebach birgt erhebliche Rückstau- und Überschwemmungsgefahren für das Wohngebiet Schlesier Straße. Hier ist jetzt schon bei jedem stärkeren Regen zu beobachten, dass der Seebach kaum mehr in der Lage ist, das anfallende Wasser aufzunehmen. Ferner entsteht eine Hochwassergefährdung bei der Mündung des Seebachs in den Neckar bei der Wörthbrücke.

Die Hochwasser-Gefahrenkarte muss unverzüglich zum Anlass genommen werden, nicht zu reagieren, sondern zu agieren. Es ist politische Unvernunft, den Kopf in den Sand zu stecken und einer Flächenversiegelung, vor allem in flussnahen Gebieten, durch eine Anpassung der Neckardämme zu begegnen. Es ist kein Wunder, dass sich die Verantwortlichen vor der Brisanz der Hochwasser-Gefahrenkarte fürchten. Wenn schon in Nürtingen die Dämme um 2 Meter erhöht werden sollen, wie hoch werden sie dann in Heilbronn sein?

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Beitrag Autor Datum
Hochwasser und Wörth und Großer Forst
Petentz.der Rauscher 07.08.2008 21:41
Re: Hochwasser und Wörth und Großer Forst
Parky 12.08.2008 18:24
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