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Kunst- und Kulturzentrum am Neckar (01.02.2013 16:57)
Ich war in der Gemeinderatsitzung am 15.1. als Zuschauerin und hatte den Eindruck, ich sehe den Wald, den die Akteure "da vorne" vor lauter Bäumen nicht sehen. Das ISEK- integrierte Stadtentwicklungskonzept - wurde vor wenigen Minuten genehmigt und gleich darauf haben es (fast) alle vergessen. Das ISEK sieht einen Zeitraum bis 2014 vor. Innerhalb dessen soll die Richtung, wohin Nürtingen in Sachen Klima, Bau, Kunst, Zusammenleben usw usw langfristig hin will, zusammen mit der Bürgerschaft (und damit auch HfWU, FKN usw.) erarbeitet werden. Da wäre es für mich nur logisch, die Idee für ein Kunst- und Kulturzentrum am Neckar, erarbeitet von Frau Grau, FKN und anderen Institutionen, aufzugreifen und einzubinden in das ISEK. Später, in nicht öffentlicher Sitzung, wurde über den Quadratmeterpreis für das Wörth verhandelt - und beschlossen. In der Stuttgarter Zeitung ist der Preis genannt: 300 Euro/qm. Ist das alles? Beste Lage - mindestens 450 Euro wären drin gewesen. Kurz vorher entscheidet das gleiche Gremium die charmante (NZ) Idee eines Kunst- und Kulturzentrums allein wegen Finanzgründen nicht zu unterstützen. "Wir wollen ja, aber haben leider kein Geld". Wenn der Gemeinderat tatsächlich hinter einem (finanzierbaren) Kunst- und Kulturzentrum im Melchiorareal stünde, dann wäre ein eindeutiger Auftrag ermutigender. Z.B. Planungsamt und der techn. Beigeordneter würden beauftragt, die inhaltliche Arbeit von Frau Grau und der Kunst- und Kulturschaffenden zu ünterstützen und gemeinsam nach einer städtebaulich machbaren Lösung zu suchen. Frau Grau bekäme den Auftrag, weiter mit den Kulturschaffenden zu sondieren und Fördergelder zu erschließen. Entschieden wurde jedoch: bis September aussitzen, Planungsamt kocht für sich, Frau Grau kocht woanders, und der Gemeinderat sucht sich im Sommer aus, wo er essen tut, egal ob's schon gar ist oder nicht, Hauptsache billiger. Kooperation und einvernehmliche Lösungen sehen anders aus. Da hilft auch die an sich sehr gute Idee nicht, die HfWU einzubinden. Sie darf dann die Zutat sein, die den Kohl auch nicht fett machen. Und wir sind schon alle satt, wenn etwas später die guten erlesenen ISEK-Speisen aufgetischt werden. Schade.
(Julia Rieger)
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Beitrag Autor Datum
Kunst- und Kulturzentrum am Neckar
Julia 01.02.2013 16:57
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