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  Arbeitswelt
 
Die Ernährungsindustrie im Kreis Esslingen sucht 82 Azubis - 15.8.2019
Laut einer Pressemeldung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten bestehen für Fachkräfte für Lebensmitteltechnik gute Chancen, später übernommen zu werden

  (pm)

In einer Pressemeldung teil die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit, dass im Kreis Esslingen insgesamt noch 35 Prozent aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt sind. Darunter sind auch 82 Azubi-Stellen der Ernährungsindustrie.

Berufe in der Ernährungsindustrie sind beispielsweise Süßwaren- oder Milchtechnologen, Brauer sowie Getränkehersteller. Gewerkschafter Jürgen Reisig von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG Stuttgart) appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung. Im Kreis Esslingen haben Firmen jetzt noch 82 freie Plätze für künftige Experten rund ums Essen und Trinken zu vergeben.“

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es im Kreis Esslingen aktuell 1.286 freie Ausbildungsplätze, wobei hier alle Branchen gemeint sind. Die NGG Stuttgart beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik haben nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand

Nach Einschätzung des Gewerkschaftssekretärs dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, in der Ernährunsgindustrie eine passende Stelle zu finden. „Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen“, erklärt Jürgen Reisig.

Nicht nur "Brause, Backfisch oder Bonbons“

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Jürgen Reisig.

Azubi-Börse

Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur: www.berufenet.arbeitsagentur.de

Foto (NGG, alle Rechte frei): 

Technik hinterm Essen. Azubis in der Lebensmittelindustrie sind längst am 3D-Drucker aktiv. Die Gewerkschaft NGG weist auf freie Ausbildungsplätze in der Branche hin.

 


 


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