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  Soziales
 
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle im Bürgertreff - 10.10.2008
Interview mit Irmgard Schwend und Silvia Sollner

 

(mw) Silvia Sollner und Irmgard Schwend managen im Bürgertreff des Rathauses Nürtingen, Marktstraße 7, die Selbsthilfe-Kontaktstelle. Die Kontaktstelle bietet Räume für Selbsthilfegruppen, Fortbildungen, Vorträge, Hilfe bei Öffentlichkeitsarbeit, und vieles mehr. Sie versteht sich als Anlaufstelle zur Stärkung der Eigenverantwortung. In Nürtingen gibt es zahlreiche Gruppen, die sich nach den Grundsätzen der Selbsthilfe selber organisieren, mit Krankheitsbildern von ADS bis Zeckenerkrankung Lyme-Borreliose. Die STATTzeitung hat Silvia Sollner und Irmgard Schwend in ihrem Büro beim Café Regenbogen besucht und interviewt.

sttz: "Wie viele Selbsthilfegruppen gibt es heute in Nürtingen?"

"Aktuell sind es 52 Selbsthilfegruppen, d.h., da sind dann die Rehasport bezogenen Gruppen mit dabei. Die Gruppen treffen sich allerdings nicht alle im Bürgertreff. Manche treffen sich einmal wöchentlich, die meisten Gruppen treffen sich einmal im Monat."

sttz: "Was ist das Erfreuliche an Ihrer Arbeit?"

"Erfreulich ist es, mit so viel verschiedenen Menschen zusammen zu kommen. Es ist schön  zu sehen wie sich die Teilnehmer trotz chronischer Erkrankung neue Netzwerke schaffen und lernen, ihre Probleme besser zu bewältigen und somit an der Gesellschaft teilhaben können."

sttz: "Was könnte sich noch verbessern?"

"Wir sind immer bemüht, die Gesellschaft über chronische Erkrankungen aufzuklären. Manche Erkrankte leiden sehr darunter, wenn ihr Umfeld ihre Erkrankung nicht akzeptiert. Es wäre schon sehr viel erreicht, wenn manche Erkrankungen in der Gesellschaft bessere
Akzeptanz fänden."

sttz: "Ein erster Gedanke zu Selbsthilfegruppen ist, dies seien innere und interne Zirkel, in denen die Betroffenen in ihrem eigenen Saft kochen. Ist das so? Haben auch andere, hat auch die Gesellschaft etwas davon?"

"Die Teilnehmer der Selbsthilfegruppen, die wir kennen, sind eigentlich alle bemüht, sich mit ihrer Erkrankung besser auseinander zu setzen. Gemeinsam mit Gleichbetroffenen entwickeln sie oft Strategien, wie sie besser mit Ihrer Erkrankung umgehen können. Die Gruppen sind alle offen für Neuzugänge. In manchen Gruppen könnte es für Neue allerdings schwieriger sein hinein zu kommen, da die Beziehungen der Teilnehmer gewachsene, jahrelange Beziehungen sind. Manche Gruppen treffen sich bei uns schon 15 Jahre lang einmal im Monat.
Gesellschaftlich gesehen können Teilnehmer aus Selbsthilfegruppen mit ihrer Krankheit besser umgehen und belasten ihr familiäres Umfeld nicht so wie diejenigen, die sich mit ihrer Erkrankung gar nicht auseinander setzen. Durch den eigenverantwortlichen Umgang in der Patientenrolle wird das Gesundheitssystem entlastet."

sttz: "Liebe Frau Sollner, liebe Frau Schwend, danke für das Gespräch."

Kontaktzeiten der Selbsthilfekontaktstelle:
Montag bis Freitag: 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr
Donnerstag: 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Dienstag auch: 14.00 bis 17.00 Uhr

Kontaktmöglichkeit: Tel. (07022) 7536 6

Wo ist der Bürgertreff mit Selbsthilfekontaktstelle?:
Neben dem Rathaus, unter der Stadtbücherei und über dem Rathausparkhaus, ín einem Raum beim Café Regenbogen, Marktstraße 7. 

Google Maps-Verlinkung: Hier klicken!


 


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