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Dem Schimmel den Saft abdrehen - 1.1.2009

 

(mai) Ein Großteil von Schimmelproblemen im Haus lässt sich durch richtiges Lüften vermeiden oder zumindest reduzieren. Schimmel braucht nur eines wirklich zum Leben: Feuchtigkeit. An kühlen Stellen im Raum, wo Feuchtigkeit kondensieren kann, bildet sich früher oder später Schimmel. Hier ein paar Tipps, wie man durch richtiges Lüften Schimmelbildung vermeiden kann.

Gehen wir mal von den Wintermonaten aus: draußen ist es kalt und innen ist geheizt. Ein deutliches Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum sind von innen beschlagene Fenster, oft nur im unteren Bereich der Scheibe. Wenn hier Feuchtigkeit zu sehen ist, herrscht akuter Lüftungsalarm!

So lüftet man richtig: Heizung ausschalten, Fenster weit aufmachen, am besten auf Durchzug, zwei bis drei Minuten lüften, bis sich die Luft ausgetauscht hat, Fenster wieder schließen, Heizung anschalten. Je kälter es draußen ist, um so schneller wälzt sich die Luft um, keinesfalls sollte das Mobiliar auskühlen, das wäre unwirtschaftlich, nur die Luft soll ausgetauscht werden. Weil warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte, saugt die frische Luft, die sich im Raum rasch aufwärmt, die Feuchtigkeit quasi auf.

Wie oft sollte man im Winter lüften? Mehrmals täglich ist optimal, aber bei Berufstätigen oft nicht machbar. Man kann sich ein Ritual angewöhnen: die Schlafräume morgens und abends, das Bad nach dem Duschen, die Küche nach dem Kochen, das Wohnzimmer dann und wann. Damit ist schon viel getan.

Hier die häufigsten Fehler beim Heizen und Lüften:
* Fenster nur schrägstellen: die Luft tauscht sich nicht wirklich aus, über dem Fenster kühlt das Mauerwerk stark aus, hier kondensiert die Feuchtigkeit aus der Luft, es kommt zur Schimmelbildung.
* einen Raum nicht heizen, aber die Türe offen stehen lassen, damit er ein bischen mitbeheizt wird: am kühlen Mauerwerk kondensiert die warme Raumluft aus den beheizten Räumen, es kommt zur Schimmelbildung.
* durch den Einbau neuer Fenster glauben viele dem Schimmel ein Schnippchen schlagen zu können. Das Gegenteil ist der Fall: bei neuen, dichten Fenstern ist konsequentes Lüften um so notwendiger!

In den Sommermonaten spielt das Lüften keine so große Rolle, da die Temperaturunterschiede nicht so hoch sind. Im Sommer kann man auch stundenlang lüften oder schrägstellen. Es gibt aber eine Ausnahme: Kellerräume oder Wohnräume im Untergeschoss, die kühle Aussenwände im Erdreich haben, sollten im Sommer nur während den kühleren Tageszeiten gelüftet werden. Sonst kondensiert die warme, feuchte Luft am kühlen Mauerwerk und es kommt gerade im Sommer zur Schimmelbildung.

Schimmel kann sich auch bilden, wenn das Mauerwerk wegen eines Wasserschadens feucht wird. Oft erkennt man in diesem Fall gelbe Wasserränder am Mauerwerk. Diese sollte man mit dem Bleistift nachzeichnen und mit Datum markieren, so dass der Verlauf beobachtet werden kann. Bei einem Wasserschaden nützt Lüften nichts mehr, da muss nach der Ursache gesucht werden.

Was tun, wenn der Schimmel schon da ist? Niemals trocken abbürsten, sonst verbreiten sich die Sporen in der Raumluft. Effektiv und ohne Chemie beseitigt man Schimmel, indem man ihn mit Spiritus abwäscht.


 


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