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  Wirtschaft
 
Nürtingen bekommt einen Unverpackt-Laden - 10.7.2019
Im Samen-Nagel keimt ein neues Angebot

  (th) Anfang Juli informierte die Initiative Glas & Beutel über die Pläne für einen Unverpackt-Laden in Nürtingen. Entstanden ist die Idee beim Besuch eines SPD-nahen Stammtischs im Tübinger Unverpackt-Laden „Speicher umgedacht“, wie Michael Medla erläuterte. „Das wollen wir auch für Nürtingen!“ war die Reaktion bei den Beteiligten - nicht nur um Verpackungsmüll zu vermeiden, sondern auch um einen Beitrag zur Belebung der Innenstadt zu leisten. Ende Oktober formierte sich die Initiative, die im April die Genossenschaft „Glas & Beutel - Unverpackt Nürtingen“ als Trägerin des Ladens gründete. Diesen Rahmen sahen die Initiatorinnen als geeignete Struktur an, die sowohl wirtschaftlich erfolgreich als auch demokratisch ausgerichtet ist.

Mithilfe von Genossenschaftsanteilen für je 50 €, Crowdfunding und Beiträgen von Organisationen und Unternehmen sollen 110.000 € Startkapital für die Renovierung und Ausstattung der Verkaufsräume, die Beschaffung von Waren und die Bezahlung hauptamtlicher Mitarbeiter in den ersten Monaten eingesammelt werden. Für den Laden sollen die Verkaufsräume in der Marktstraße 10 (ehemals Samen-Nagel) angemietet werden, in denen ab Herbst ein breites Sortiment unverpackter/verpackungsarmer (Pfandgläser) Produkte aus möglichst regionaler, ökologischer, sozialer und fairer Herstellung in guter Innenstadtlage angeboten werden soll. Für das Sortiment sind Obst, Gemüse, Reis, Nüsse, Trockenfrüchte, Getreide, Müsli, Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Aufstriche, Marmeladen, Backzutaten, Tee, Essig, Öl, Süßes, Salziges, Gewürze, Getränke, Drogerieartikel und sonstige Non-Food-Artikel sowie eventuell Nudeln, Milch, Fleisch, Fleischersatzprodukte und, Kaffee vorgesehen. Dabei sollen auch die Gebinde der Lieferanten wieder befüllt werden, wie Rena Junginger auf eine Frage aus dem Publikum versicherte. Zum Preisniveau konnten die Initiatoren noch nichts Genaues sagen, aber das Verhältnis von Einkaufspreis zu Verkaufspreis wird ähnlich sein, wie in Bioläden erklärte Klaus Seeger. In den Räumen sollen neben dem Warenverkauf auch Veranstaltungen stattfinden und eine Ecke zum Kaffeetrinken eingerichtet werden. Dafür werden neben den notwendigen hauptamtlichen auch möglichst viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gesucht, die sich auch schon in die anstehende Renovierung des Ladens einbringen können.

Abschließend stellte Michael Medla die Mitglieder des Aufsichtsrats der neuen Genossenschaft vor, zu denen neben Vertretern der Initiatoren (Roman Renz, Andreas Schaupp) Gudrun Klopfer vom City-Marketing, Joerg Hauber von nc-Kaufhaus und ab August der bisherige Oberbürgermeister Otmar Heirich gehören.

Viel Erfolg

Den Initiatorinnen und den Nürtingerinnen ist zu wünschen, dass das sehr zielgerichtet entwickelte Konzept des Unverpackt-Ladens ein Erfolg wird. Dafür steht auch die ausgewiesene Expertise der Aufsichtsratsmitglieder. Trotz des ökologischen Ansatzes wollen die Initiatorinnen nicht nur die Bio-Kundinnen bedienen, sondern auch unverpackte Produkte für Kundinnen der konventionellen Supermärkte anbieten, wo der meiste Verpackungsmüll verursacht wird. So soll eventuell ein unverpacktes Produkt in Premium-Qualität, das möglichst aus regionaler, ökologischer, sozialer und fairer Herstellung stammt, und in Standard-Qualität, die nicht alle diese Kriterien erfüllt, angeboten werden. Für den Erfolg wird es auch wichtig sein, ob es mit der Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen gelingt, dass die Unverpackt-Preise nicht über dem Preis von verpackten Produkten liegen.

Thomas Hauptmann

 


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