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Ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit: Unterstützung durch Stadt, Landkreis und betreuende Hauptamtliche notwendig - 31.12.2014
Nürtinger Flüchtlingsinitiativen diskutierten aktuellen Konflikt

 

(pm) Die Flüchtlingsinitiative K4, die sich ehrenamtlich um die Flüchtlinge im Containerdorf in der Kanalstraße in Nürtingen kümmert, saß kurz von Weihnachten zu einer Sondersitzung in der Seegrasspinnerei zusammen. Grund für die Sitzung war der schwere Vorfall im Containerdorf, in dem ein junger Mann mit einem Baseballschläger niedergeschlagen und fast zu Tode geprügelt wurde, die darauffolgenden Artikel in der lokalen Presse, und die Absetzung der langjährigen Beauftragten für Flüchtlingsarbeit im evangelischen Kirchenbezirk Nürtingen, Ragini Wahl.

Aus diesem Grund waren auch Vertreter der anderen Asylstandorte Nürtingens zugegen wie auch Vertreter der Initiative Karibuni, die Ehrenamtliche in ihrer belastenden Arbeit begleitet. Zudem waren Pfarrer Martin Schwer und Ragini Wahl bei der Aussprache dabei.

Das Wohlergehen des jungen Mannes war das erste Interesse der Gruppe, die dann erfuhr, dass er sich inzwischen in Reha befindet und trotz erheblicher Einschränkungen auf dem Weg zur Besserung ist. Auf Initiative einiger Ehrenamtlichen konnte die Mutter aus dem Ausland anreisen, um sich um ihren Sohn zu kümmern.

In der anschließenden Diskussion, die sehr sachlich geführt wurde, ging es darum, wie der Konflikt zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen aus Anlass des unglücklichen Vorfalls in der Öffentlichkeit ausgetragen wurde. Frau Wahls Initiative, sich an den Landkreis zu wenden, wurde begrüßt und unterstützt. Die Reaktion einiger Kirchenvertreter stieß weitgehend auf Unverständnis und Enttäuschung. Auch der Landkreis habe sich mit seinen öffentlichen Äußerungen gegen ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit gestellt, statt zu einer verantwortungsbewussten Zusammenarbeit beizutragen.

Pit Lohse, Kreisvorsitzender des Paritätischen, berichtete von der Liga der Freien Wohlfahrtspflege, zu denen auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gehört. Ziel im neuen Jahr sei es, den Schulterschluss zwischen professioneller Sozialarbeit und Bürgerengagement zu verbessern. Aus Sicht der Teilnehmenden der K4-Sitzung gehöre vor allem Information und die Einbindung in Koordinierungsprozesse dazu, sind doch die Ehrenamtlichen maßgeblich an der Willkommenskultur und Integration der Flüchtlinge beteiligt. Die Unterstützung und Beziehungsarbeit in Einzelfällen ist ein immer größer werdender Bereich. Ragini Wahls Arbeit im Netzwerk Flüchtlingsarbeit Nürtingen (Nfant) wird auch zukünftig darin bestehen, die Flüchtlinge, die Ehrenamtlichen und die Multiplikatoren in Asylverfahren mit ihrer langjährigen Erfahrung zu begleiten. Die Aufstockung der professionellen Arbeit in der Kommune wird als unumgänglich gesehen, vor allem wenn man weiß, dass Nürtingen im nächsten Jahr die siebte, achte und gar neunte Flüchtlingsunterkunft erstellt. Die Einbindung von Ehrenamtlichen hat sehr positive Auswirkungen, wie man in der Kanalstraße, der Stuttgarter- und Mühlstraße, in Oberensingen und in Neckarhausen sehen kann. Diese guten Erfahrungen gilt es an die neuen Initiativen vor Ort weiterzugeben. Für die ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Engagierten ist jedoch Unterstützung durch die Stadt, den Landkreis, die betreuenden Hauptamtlichen vonnöten und angemessen und muss, wie auch die Kommunikation, dringend verbessert werden, so der Tenor aus der Sitzung von K4.

Die Flüchtlingsinitiative K4 trifft sich turnusgemäß am letzten Montag im Monat in der Seegrasspinnerei, somit das nächste Mal am 26. Januar um 19 Uhr. Berichte aus den AGs zu Sprachunterricht, Begleitung, Beschäftigung, Psychosozialer Begleitung, Sport, Mobilität und Infrastruktur werden mit Berichten von Vertretern des Landkreis und der AWO ergänzt. Die Erfahrungen und Informationen aus den anderen Standorten Nürtingens und Entwicklungen in der Asylpolitik werden durch das Netzwerk Flüchtlingsarbeit in Nürtingen – Nfant - übermittelt.



 


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