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Stadt bündelt Kompetenzen zur Bewältigung der Flüchtlingsaufgaben - 12.11.2015

  (pm) Um die in Zusammenhang mit der stetig steigenden Zahl von Flüchtlingen stehenden Herausforderungen bewältigen zu können, bündelt die Stadt Nürtingen die vorhandenen Kompetenzen.

Die Flüchtlinge stellen die Länder und Kommunen nicht nur vor die Aufgabe, für Unterbringungsmöglichkeiten zu sorgen oder neu zu schaffen. Wenn der Aufenthaltstitel erteilt wurde, gilt es, die Neubürger in die bestehende Gemeinschaft zu integrieren. „Die Flüchtlingsthematik betrifft zahlreiche Ämter und Sachgebiete und ist daher eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir nur mit einer konzertierten Anstrengung bewältigen können“, erklärt Oberbürgermeister Otmar Heirich. Die Stadtverwaltung hat daher eine interne Projektstruktur aufgebaut, die drei Themenschwerpunkte setzt: Unterbringung, Integration und Betreuung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Lenkungsausschuss, bestehend aus Oberbürgermeister Heirich, Bürgermeisterin Claudia Grau und dem technischen Beigeordneten Andreas Neureuther sowie dem Geschäftsführer der Gebäudewirtschaft Nürtingen, Volkmar Klaußer, pflegt den Kontakt mit dem Land auf politischer Ebene und unterstützt dieses im Rahmen der Erstunterbringung, für die der Landkreis zuständig ist. Die Projektleiterin Alexandra Aufmuth hält den direkten Kontakt zum Landratsamt Esslingen und koordiniert die Maßnahmen der einzelnen Teilprojekte, die vom Bauverwaltungsamt über das Kulturamt bis zur Kämmerei bearbeitet werden.

Zahlreiche Bürger engagieren sich ehrenamtlich in diesem Bereich. Dieses Engagement gilt es zu koordinieren und weiterhin zu fördern. Innerhalb der Bevölkerung gibt es nach wie vor eine große Spendenbereitschaft, die zielgerichtet gebündelt werden muss, damit die Hilfe auch dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Bei einer anzunehmenden Zahl von 10.000 Flüchtlingen bis Ende 2016 im Landkreis Esslingen müsste die Stadt Nürtingen dem Landkreis Platz für rund 770 Personen zur Verfügung stellen. In der Anschlussunterbringung, für welche die Kommunen zuständig sind, nachdem der Asylantrag unanfechtbar entschieden und der Aufenthaltstitel erteilt wurde oder spätestens nach 24 Monaten, hätte die Stadt Bedarf an Wohnraum für mehr als 350 Personen.

Eine große Aufgabe stellt auch die Integration und Betreuung der Flüchtlinge dar. Angebote in Form von Sprachkursen, Vorbereitungsklassen für Kinder oder die Organisation der Spendenverteilung müssen abgestimmt werden.

Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein weiterer wesentlicher Aspekt. Unwissenheit sorgt für Vorurteile und Ängste, die rasch in Ablehnung umschlagen können. Daher legt die Stadt Nürtingen großen Wert auf die Abstimmung mit Akteuren auf lokaler und regionaler Ebene. In Stadtteilgesprächen informiert sie die Einwohner über die aktuelle Situation, die laufenden und geplanten Maßnahmen und deren mögliche Auswirkungen. Um für eine kurzfristig angekündigte Ankunft von Flüchtlingen gewappnet zu sein, hat die Stadt einen Notfallplan mit klaren Kommunikationsstrukturen erarbeitet, sodass die notwendigen Schritte zur Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen zügig und koordiniert eingeleitet werden können. Bürgermeisterin Claudia Grau zeigt sich zuversichtlich: „Wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, können wir diesen Kraftakt meistern. Mit dieser Struktur machen wir den ersten Schritt dazu.“


 


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