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  Kommunalpolitik
 
Bilder lügen nicht? - 13.2.2018
BI macht Kompromissvorschlag

  (th) Anfang Februar konnte Oberbürgermeister Otmar Heirich dem Gemeinderat eine grafische Visualisierung vorstellen, die der Investor für das geplante Hotel am Neckar erstellt hatte. In vorangegangenen Sitzungen hatten einzelne Stadträte die Bürgerinitiative „Nürtingen am Neckar“ beschuldigt, in ihrem Flyer eine unehrliche Darstellung des Projektes zu verwenden, die auch in der Nürtinger Zeitung veröffentlicht worden war. Die Visualisierung enthielt drei Perspektiven vom gegenüberliegenden Neckarufer, vom westlichen Neckarufer und von der Bundesstraße aus sowie die Darstellung eines Hotelneubaus, der sich auf eine Fläche von 22 m Tiefe an der Bundesstraße beschränkt. Jürgen Geißler von den Liberalen-Aktiven Bürgern-FWV war mit dem Ergebnis zufrieden. Er habe in verschiedenen Gesprächen mit Nürtinger Bürgerinnen und Bürgern bekannt, wenn der Hotelneubau so in Erscheinung treten würde, wie von der Bürgerinitiative dargestellt, dann würde er auch dagegen stimmen.
Der Oberbürgermeister erläuterte die Ergebnisse eines Gespräches mit Vertretern der BI, die angeboten hatten, die Unterschriften für das laufende Bürgerbegehren nicht abzugeben, wenn der Gemeinderat rechtzeitig beschließt die Bebauung auf einen 18 m-Streifen entlang der Bundesstraße zu begrenzen und eine ergebnisoffene Bürgerbeteiligung über Funktion und Gestalt der Bebauung und der Freiflächen durchzuführen. Die Fraktionen sollten sich dazu innerhalb der folgenden Woche äußern.
Olivia von der Dellen (Nürtinger Liste / Grüne) erinnerte daran, dass sie schon früh in der Diskussion angeregt hatte, einen Konsens zu finden und nicht nur auf knappe Mehrheitsbeschlüsse zu setzen. Norbert Morgenthaler (CDU) bat darum, eine Stellungnahme des Gestaltungsbeirates zu den im Raum stehenden Alternativen einzuholen, was der Oberbürgermeister zusagte.

Kommentar: Visualisierungen sind immer heikel
Die grafische Visualisierung ist zwar professionell gemacht, zeigt wie die Fotomontage der Bürgerinitiative aber vor allem, dass es schwierig ist mit Bildern die Wahrheit zu zeigen, umso mehr, wenn sie wie in diesen Beispielen durch menschliche Bearbeitung entstanden sind.
Die Fotomontage der Bürgerinitiative (oben) geht auf jeden Fall von einem realistischen Blickpunkt aus, von dem das Foto an einem bedeckten Wintertag geschossen wurde. Vom Hotel sind beide Bauteile ziemlich frontal gezeigt, was nicht vorteilhaft, aber auch nicht unehrlich ist. Die Kombination von Foto und Graphik lässt das geplante Gebäude eher als Fremdkörper erscheinen.
Die grafische Visualisierung des Investors (Mitte) zeigt nur den nördlichen Teil des Z-förmigen Baukörpers bei schönem Sommerwetter, der südliche, höhere, Teil wird aus diesem Blickwinkel verdeckt. Die belaubten Bäume verbergen leider die als Größenvergleich geeigneten Gebäude der Freien Kunstschule und Neckarstraße 7/1.
Von dem ausgewählten Standpunkt wäre das Hotel allerdings vom Laub der am Ostufer stehenden Bäume stark verdeckt, wie das untere Bild zeigt. Zudem haben die Grafiker das Streichwehr und die tiefere Lage der Fischtreppe verkannt, weshalb die dadurch entstehende Insel nicht wie in ihrem Bild auf der linken Seite in Erscheinung tritt.
Für Jürgen Geißler ist die Entscheidung damit nicht leichter geworden.
Thomas Hauptmann

 


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