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  Umwelt
 
Die Rudolfshalde - 4.10.2007
ein bedrohter Lebensraum

 

(th) Ende September brachte Gerhard Seyfferle vom Naturschutzbund Deutschland bei einer Führung im Rahmen des VHS-Programmes den TeilnehmerInnen die Rudolfshalde als Lebensraum zahlreicher Tierarten näher.

Die Rudolfshalde ist der Hang rechter Hand der Bahnlinie von Nürtingen nach Oberboihingen bis zum Einschnitt des Marbachs. Streuobstwiesen, wie sie an der Rudolfshalde bestehen, bieten Lebensräume für zahlreiche Vogelarten. Gerhard Seyfferle zählte unter anderem Grünspecht, Gartenrotschwanz, Kleiber, Kohl- und Blaumeise auf. Auch abgestorbene Bäume sind für diese Tiere durchaus von Bedeutung und sollten nicht gleich aufgeräumt werden. So erreicht der Grünspecht mit seinem Gehämmer zur Balzzeit an totem Holz wegen der besseren Resonanz viel weitreichendere Ergebnisse, als an lebenden Bäumen. Gelegentliche verwilderte Bereiche, wo sich Brombeergestrüpp ausbreitet, bieten geschützte Nistmöglichkeiten, die zum Beispiel bei Zaunkönig oder Neuntöter beliebt sind, sowie Unterschlupf für Feldhasen und Rebhühner, deren Bestände stark zurückgegangen sind. Von all dem findet man an der Rudolfshalde reichlich, dazu noch ein Bächlein in einem begleitenden Gehölz. So konnten die TeilnehmerInnen nicht nur Eichelhäher, rote und schwarze Eichhörnchen, sondern auch eine Familie Gartenbaumläufer sehen, die auf einem spiralförmigen Weg an den Baumstämmen hinaufhüpften und die Rinde nach Insekten absuchten.

Aber dieser Lebensraum ist bedroht, weil die geplante Nordumfahrung für Nürtingen (und Reudern) in irgendeiner Weise diesen Hang durchschneiden wird. Nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen würde dadurch mal wieder ein Stück Heimat zerstört, dem man später in Geschichtswerkstätten nachtrauern kann.


 


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