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Der Tag, an dem die Erde still stand
 

So hieß schon mal ein Film aus den 50er Jahren, wo es um das Thema Kommunismus gegangen ist, allerdings verpackt in eine Alien-Grusel-Schauergeschichte, schön in schwarz-weiß gehalten. Für die damalige Zeit schön stilvoll produziert. Und wie es so ist: wenn einem nichts einfällt macht man halt ein Remake von alten Stoffen und genau das ist jetzt mit dem Tag, an dem die Erde stillstand geschehen.

In der Hauptrolle sehen wir Keanu Reeves mal wieder mit Anzug und Krawatte. Er sieht eigentlich immer so aus wie Neo in „Matrix“, das kann er ganz gut. Ein Sherpa findet im Himalaja eine seltsame weiße Kugel, die da vor sich hin leuchtet. Kein Mensch weiß, wo sie her kommt. Er geht hin spielt ein bisschen daran rum, wird hineingezogen und das Ding fliegt weg. Er kommt zu sich, ist aber nicht mehr er selber, sondern er wurde ausgetauscht. Die körperliche Hülle ist zurück, aber mit dem Geist eines Aliens. Die Kugel ist weg und dieser Alien lebt unerkannt unter den Menschen und beobachtet sie. Zeitsprung – wir warengerade in den 1920ern, jetzt geht es in die Gegenwart: es landet wieder so eine Kugel und diesmal mitten im Central Park, die ist allerdings deutlich größer und ihr entsteigt ein seltsamer, großer Roboter. Das Ding ist riesengroß, so um die 4 m und hat nur einen Sinn und Zweck, nämlich einen jungen Mann zu beschützen, der ebenfalls aus dieser Kugel entstiegen ist und durch einen etwas schnellen Abzugsfinger kurz nachdem er der Kugel entstiegen ist, erschossen wurde. Dumm gelaufen, das Ding fängt an zu ballern wie blöde und das amerikanische Militär sieht sich plötzlich wieder einer Invasion gegenüber gestellt. Wie immer große Panik. Man stellt fest, dass dieser Alien sich wieder regenerieren kann und bringt ihn in eine Forschungseinrichtung. Er wird verhört und sagt er muss raus, erzählt eine tolle Geschichte, dass die Erde gerettet werden muss. Alle wundern sich „wieso die Erde?“ „Na ja, wenn die Menschheit stirbt wird die Erde weiter leben, aber wenn die Erde stirbt wird auch die Menschheit natürlich sterben.“ So langsam dämmert es der Militärführung der Vereinigten Staaten, dass hier jemand dabei ist, der die Erde in einer Art Re-boot zu neuem Leben bringen will, aber halt ohne die Menschheit. Ziel ist es daher den Alien entweder zu töten oder davon zu überzeugen, dass die Menschen doch nicht so schlecht sind und sich ändern können.

Bis dahin ist der Film ziemlich cool und interessant gemacht und dann kommt der große dicke, fette moralische Zeigefinger hoch. Wie dann die Story gedreht wird, will ich jetzt nicht sagen, aber eine große Rolle spielt dabei eine hübsche Frau und außerdem ein kleiner Junge, der nebenbei auch noch eine kleine traurige Geschichte von einer Familientragödie zu erleben hat und der zeigt dann dem großen weisen Alien, dass die Menschheit sich ändern kann. Gähn, langweilig. Ergebnis: die Kugel verschwindet wieder, als ob nichts gewesen ist. Mit einem kleinen Unterschied: große Teile Nordamerikas sind verwüstet, weil mittlerweile schon diese Rettungsaktion für den Planeten Erde begonnen hat in Form von alles niederwalzenden kaputtfressenden Mini-Heuschrecken, die einem großen Schwarm gleich alles technische, alles an den Menschen erinnernde platt machen und wegfressen. Der Effekt ist ziemlich cool wie die Insekten vorbei geflogen kommen. Das sieht ziemlich genial aus. Rein von der technischen Seite ist der Film wirklich gut gelungen. Und eigentlich auch bis zum letzten Drittel kann man ihn gut anschauen. Es wird ein schöner Spannungsbogen aufgebaut, aber es gibt keinen wirklichen Höhepunkt. Es ist fast das gleiche Ende wie in „Indiana Jones IV“, wo das Ufo wieder wegfliegt und alle ein bisschen ratlos da stehen. Es gibt bessere Filme auf gut deutsch gesagt.

USA 2008, D.: David Scarpa, R.: Scott Derrickson, 103 Minuten, FSK: ab 12 Jahren

(Radio Neckar - Supreme im Freien Radio für Stuttgart)

 


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