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Nach dem Tod seiner Frau beschließt der ehemalige Ballonverkäufer Carl Fredricksen mit tausenden von Luftballons zusammen mit seinem Haus davon zu fliegen zu einem wunderbaren Ort, den er und seine Frau sich immer gewünscht haben zu sehen. Mit dabei ist Russel, ein kleiner ungeschickter und tapsiger Pfadfinder. Tatsächlich kommen sie in ein Land, in dem seltsame Paradiesvögel, sprechende Hunde und manches andere auf sie warten.

Das Positive sind die ersten 15 Minuten, in denen Carl Fredricksens Leben ohne Worte erzählt wird. Das ist unglaublich rührend gemacht, sehr schön fotografiert. Diese Anfangsminuten sind ganz fantastisch. Sie erinnern von der Art und von der Stimmung an Wall-E. Alles wird nur in Bildern erzählt, total melancholisch und zurückhaltend. Kein Wort wird gesagt mit herrlicher Musik im Hintergrund. Gut gemacht, sehenswert und oskarreif. Auch die ersten Szenen in der Gegenwart, wo er sich mit einer Baufirma rumärgert, die um sein Grundstück herum ein großes Bürogebäude hochzieht und auch seinen Bauplatz haben möchte, sind herrlich. Als ziemlich mürrischer alter Mann kommt er da sehr sympathisch rüber. Diese Szenen sind Gold wert. Aber dann kommt Russel, eine nervige kleine Pfadfinderzecke, der eine gute Tat vollbringen will. Er wird als blinder Passagier mitgenommen, weil Carl Fredricksen ihn mit einer völlig absurden Aufgabe betraut und während er mit seinem Haus davonfliegt ist Russel noch auf der Veranda beschäftigt.

Dann wird der Film aber ein bisschen absurd. Von den ganzen Figuren, die vorkommen, ist der Paradiesvogel die lustigste und beste. Mit den sprechenden Hunden wird es absolut merkwürdig. Der tapsig blödliche Doug ist noch ganz lustig. Das schwarze Schaf unter den Hunden kommt ganz nett rüber. Aber dass der Dobermann, der Anführer der Hunde, eine Piepsstimme bekommt, weil sein sprechendes Halsband kaputt ist, ist richtig albern. Wenn dann die Hunde anfangen in Doppeldeckern auf das Haus zu schießen, macht es keinen allzu großen Spaß mehr. Vor allem bei einem Film, der sich eher an ein älteres Publikum richtet und dann mit einem solchen Blödsinn daher kommt. Das gefällt im Kino vielleicht ganz gut, aber es passt nicht zu der gesamten Story, die sehr melancholisch gehalten ist.

Andererseits erinnert „Oben“ an manchen Tim Burton-Film, auch wenn er nicht ganz so durchgeknallt ist, aber es ist ein sehr schönes Märchen. Es ist vielleicht nicht der beste Pixar-Film, aber wahrscheinlich der schönste.

Auf jeden Fall sollte man bis zum Schluss bleiben, denn es gibt einen sehr langen Abschluss-Gag, der ist nicht nur witzig, sondern er untermalt auch die Schönheit des Films.

USA 2009, R.: Pete Docter, Bob Peterson . D.: Bob Peterson , FSK: ohne Altersbeschränkung

(Radio Neckar - Supreme im Freien Radio für Stuttgart)

 


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