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The Town - Stadt ohne Gnade
 

Ein Film von Ben Affleck, der mit „Gone Baby Gone“ sein Regiedebüt abgeliefert hatte. Damals hatte er seinen Bruder Casey Affleck als Hauptdarstellers eingesetzt. Jetzt ist er selbst als Hauptdarsteller zu sehen, hat die Regie geführt und hat auch das Drehbuch geschrieben. Es basiert auf einem Roman und handelt in Boston im Stadtteil Charlestown, in dem Verbrecherbanden sich die Hand geben, in dem auch ein Verbrecher-Kult gepflegt wird. Da gibt eine Generation den Stab an die nächste weiter indem der Vater, der Bandenmitglied war, seinen Sohn als Bandenmitglied ausbildet. Das ist eine Tradition, aus der man auch nicht ausbrechen kann. Demzufolge ist „The Town - Stadt ohne Gnade“ zunächst einmal eine Milieu Studie, aber nicht nur das: Es ist eine Mischung aus Actionfilm, Milieustudie und Gangsterdrama und auch eine Liebesgeschichte spielt eine Rolle.

Ben Affleck spielt das Bandenmitglied Doug. Zusammen mit seinem alten Kumpan Jem führt er eine Bankräuberbande an. Bei einem Banküberfall kidnappen sie, weil alles nicht richtig rund läuft, die junge, hübsche Filialleiterin Claire (Rebecca Hall), lassen sie später aber wieder frei. Der Coup klappt dann eigentlich ganz gut, aber es kommen Zweifel auf, ob Claire vielleicht doch zur Polizei geht, denn sie wohnt auch in Charlestown, in der Nähe der Bankräuber. Doug widmet sich dieser Sache und nimmt Kontakt mit ihr auf. Sie weiß natürlich nicht, dass er zu der Bande gehört, die sie gezwungen hat, den Tresor auf zu machen. Es kommt, wie es passieren muss: Er verliebt sich in sie. Daraus entsteht eine gewisse Problematik, da sie nicht weiß, wer er ist und er auch nicht zur seinen Gefühlen stehen kann, denn die Bande hängt ihm im Nacken. Besonders sein langjähriger Freund Jem, der fast ein Bruder für ihn ist, macht ihm das Leben schwer. Hinzu kommt, dass am Ende des Tages auch das FBI die ständigen Verbrechensbegehungen in Charlestown satt hat und einen Ermittler dahin schickt, der sich wie ein Bluthund an die Spuren der Täter heftet und ihnen jede Menge Unannehmlichkeiten bereitet.

Der Film steht in der Tradition von „Gefährliche Brandung“ und „Heat“. Ben Affleck macht seinen Job als Schauspieler gut (obwohl Casey Affleck der bessere Darsteller ist). Im Vergleich zu „Gone Baby Gone“ wurde die Qualität nicht ganz gehalten. Ben Affleck hat in seiner zweiten Regiearbeit ein anderes Genre aufgegriffen und auch ein anderes Themenfeld belegt. Im ersten Film ging es in Richtung Psychologie und dieser zweite Streifen ist eher der klassische Gangsterstreifen und dafür ist er sehr gut. Die Milieustudie ist gut gemacht. Man kriegt einen Einblick in diese irischen Bruderschaften, die es bis heute noch in Amerika gibt, in diesen Zusammenhalt bis ins bittere Ende, aber auch in die Probleme, die in solchen Vierteln da sind, mit Drogenkonsum, mit Kindern, die ohne Vater groß werden. Aber es gibt auch sehr viele unlogische Sachen darin und der Film bleibt ein Stück weit an der Oberfläche. Er ist sehr stark actionlastig mit vielen Schießereien aber nie so, dass man das Kino verlassen will. Und der Film verliert auch nicht den Humor aus den Augen - von daher ein empfehlenswerter Streifen.

USA 2010, D: u.a. Ben Affleck, R: Ben Affleck, 125 Min., FSK ab 16

(Radio Neckar - Supreme im Freien Radio für Stuttgart)

 


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