Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche
EssBar
LesBar

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  NTouren
 
Eine Runde durch den Raigerwald drehen
  Der Raigerwald bei Raidwangen ist sehr klein und es gibt womöglich nichts Spektakuläres darin zu sehen. Trotzdem kann man in ihm etwas finden: Pflanzen, Tiere, frische Luft und Zeit. Der Name Raigerwald soll aus sehr alter Zeit stammen, als der Neckar noch einen anderen Verlauf hatte, weil in dem Wäldchen Graureiher genistet haben sollen. Schauen wir doch in diesem Jahrtausend mal rein!

Wir starten unsere Wanderung in der Talstraße an der einzigen Bushaltestelle von Raidwangen (Linie 185). Von dort aus gehen wir zum Ortsausgang bis zur Rotschildkurve. Diese scharfe Kurve vor Raidwangen heißt in gut unterrichteten Kreisen so, weil man sie mit zu viel Rothschild (eine Weinmarke) intus eventuell nicht mehr kriegt, und die roten Kurvenschilder mitnimmt, was in der alten Zeit gelegentlich vorgekommen ist.

Direkt bei der Kurve geht es in den Wald hinein, dort teilt sich der Weg. Die Tour ist einfach zu beschreiben, man geht nach Belieben nach rechts oder links, der Weg durch den Raigerwald ist nämlich in erster Linie ein Rundweg. Auf diesem gibt es drei nennenswerte Abzweigungen zum Waldrand: eine in Richtung Rammerthof (Einkehrmöglichkeit), eine in Richtung Großbettlinger Gatter und eine in Richtung Breiten Löhle/Großer Forst. Die Forstwege im Wald sind Anfang 2015 nagelneu gemacht worden und angenehm zu gehen. Auch mit Kinderwagen und Rolli sind sie befahrbar, der feine Schotter ist allerdings noch etwas weich.

Was gibt es im Raigerwald zu sehen und zu erleben? Viele Bäume sind dort. Auch Büsche, sowie Wildkräuter und Blumen, Brombeeren, Holunder, Pilze oder Brennesseln. Es gibt einen winzigen Tümpel direkt neben dem Weg, mindestens einen besonders dicken Baum, schmale Weglein führen ins Unterholz oder wer weiß wohin. Vielleicht rennt eine Maus umher, ein Vögelchen pickt an einer Distel, ein Schmetterling flattert durch die Luft, am Himmel kreist ein Raubvogel, jemand joggt, jemand anderes geht mit dem Hund spazieren und sagt "Hallo", lustige Blätter liegen auf dem Boden, eine Mücke verfängt sich in einem Spinnennetz, Schnecken sind auf Partnersuche, eine Hummel fliegt eine Blüte an, entscheidet sich aber anders. Es riecht nach Wald, der Förster schimpft nicht, es knackt im Gebüsch, ein Büschel Zittergras zittert und, als doch keine Wildschweine auftauchen, entspannen wir wieder.

So oder so ähnlich kann der Besuch im Raigerwald ablaufen. Man braucht in diesem Gebiet nicht von einem Highlight zum nächsten hetzen, sondern kann ganz gemütlich hindurchgehen, die Natur genießen und die schönen kleinen Dinge entdecken, seinen Gedanken nachhängen, tratschen oder sich auf ein Bänkchen oder einen Holzstamm setzen. Dazu gibt es im Wald und am Waldrand mehrere Gelegenheiten. Und wer weiß, vielleicht sieht man, wenn man dort in Ruhe sitzt und keinen Rothschild getrunken hat (oder besser doch?) einen angegrauten Reiher aus einer sehr alten Zeit am Himmel fliegen.

Ohne die Abzweige braucht man für die Strecke bei normaler Gehzeit in etwa eine dreiviertel Stunde bis zurück zur Bushaltestelle. Man kann die "Wanderung" über das Großbettlinger Gatter oder den Großen Forst (dort: Erschließungsbaustelle) ausweiten, auch dort gibt es befestigte sowie geteerte Wege, beziehungsweise Wege, die derzeit geteert werden. Die Ortschaft Raidwangen ist ebenfalls einen Besuch wert, zu Fuß kann man bei den vielen Gärtchen und Häusern augenschmausen, und einkehren kann man in Raidwangen ebenfalls.

Die Facts:
Den Raigerwald kann man von der Bushaltestelle in Raidwangen aus in 45 Minuten durchlatschen. Wenn man nicht nach rechts und links guckt. Tipp: Nach allen Seiten Ausschau halten. Es gibt noch so vieles auf der Welt zu entdecken!

Einkehrmöglichkeiten:
Rammerthof
Zum Roiglwirt 

Möchten Sie diesen Artikel kommentieren? Unser Forum ist frei zugänglich und bietet die Möglichkeit zum Meinungsaustausch.



 


Anzeigen



Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung