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Wendrsonn
  Wendrsonn (hochdeutsch: Wintersonne) ist eine bekannte Mundart-Folkrockband aus dem wilden Süden, deren Motto „100% schwäbisch“ ist.

Wenn man nach Wendrsonn im Internet sucht, bekommt man den Eindruck, das Hauptmerkmal der Band seien ihre schwäbischen Texte. Das mag wohl sein, aber ein weiterer Aspekt geht im Netz kläglich unter: Wendrsonn „gehen live ab wie Schnitzel“, was man zuletzt in diesem Frühjahr in Nürtingen in der Kreuzkirche erleben konnte.

Die Band macht unverkrampft fetzige Musik, und bezieht wie selbstverständlich das Publikum mit ein, so dass das Gefühl entsteht, es ständen alle gemeinsam auf der Bühne. Zwischen den Liedern werden Witzle gemacht oder aus dem Nähkästchen geplaudert, man kann also durchaus von einer starken Liveshow ohne Schnickschnack sprechen.

Wendrsonn sind aber nicht nur spaßig und kurzweilig, alle Bandmitglieder sind tolle Musiker, da kommt man aus dem Staunen nicht heraus, und muss nach einem Solo die Kinnlade erstmal wieder hochklappen.

Klar, dass das nicht ohne Nürtinger Beteiligung geht. Ove Bosch ist der Bassist der Band, er lebt in Nürtingen. STATTzeitung hat sich mit ihm unterhalten.

Hi Ove, wie lange bist du schon bei Wendrsonn?
Etwa seit fünf Jahren.

Du wohnst in Nürtingen. Bist du in Nürtingen geboren und aufgewachsen?
Nein, ich stamme ursprünglich aus Leonberg.

Wie kamst du zu Wendrsonn?
Micha, der Gitarrist, ist Gründungsmitglied von Wendrsonn. Wir kennen uns aus der Musikschule in Fellbach, über ihn bin ich dazugestoßen.

Aus welchen Ecken kommen die anderen fünf Bandmitglieder und wo trefft ihr euch?
Die "homebase" ist Backnang, dort wohnen zwei, die anderen sind aus Schwaikheim, Sulzbach oder Urbach. Wir proben nur unregelmäßig. Wenn wir uns treffen, dann in Backnang, wir nutzen aber auch die Zeit vor den Konzerten, beispielsweise bei der Anfahrt im Auto oder den Soundcheck zur Kommunikation, denn wir sind viel unterwegs. Viel geht natürlich auch über die neuen Medien, per E-mail, hin und her.

Ist es wahr, dass alle Bandmitglieder Musiklehrer sind?
Nicht ganz, fünf von sechs sind Musiklehrer, also nur fast alle.

Ihr macht Wendrsonn also nebenberuflich?
Nunja, als Musiker ist es besser, verschiedene Standbeine zu haben.

Spielen Wendrsonn einen Song, den du geschrieben hast?
Ja, zum Beispiel "Mei Kend" oder "Tiefkühlorda", sie sind auf der vorletzten CD, auf "s´Läba isch koin Schlotzer".

100% schwäbisch – spielt ihr auf  100% Wolle an? Ist Wolle Kriwanek euer Vorbild?
Wolle hat die schwäbische Musik populär gemacht, und wir hatten auch private Kontakte, also ist da schon ein Einfluss da. Dennoch macht Wendrsonn was ganz anderes, es verbindet uns eigentlich nur die schwäbische Sprache.

Gibt es etwas, was du den STATTzeitungsleserinnen und -lesern unbedingt erzählen möchtest?
Wir möchten beim Konzert die Zuhörer auf eine musikalische Reise mitnehmen. Manche Texte, die wir singen, sind hunderte Jahre alt, verpackt in unseren Sound. Das Meiste sind aber eigene Lieder. Wir verstehen uns als Vagabunden und erzählen von früher und heute, logischerweise von hier im Schwabenland. Zum Beispiel der Song "Armer Konrad" spielt aktuell auf den 500 Jahre zurückliegenden Bauernaufstand im Remstal an.
Es ist uns wichtig, über die Heimat zu erzählen, zwar auch lustig, aber abseits von Klamauk, wir machen keine Comedy. Wir erzählen aus dem Leben, fröhlich, ernst, mit einem Augenzwinkern.

Wo tretet ihr auf, in welchem Radius?
Überwiegend in Baden-Württemberg, mit Ausflügen bis nach Berlin beispielsweise. Angestrebt ist überregional.

Ein Blick in die Zukunft?
Nächstes Jahr feiern wir zehn Jahre Wendrsonn. Es gibt ein großes Jubiläumskonzert im großen Saal vom Stuttgarter Theaterhaus. Wir nehmen Fahrt auf. Seit der letzten CD "Reigmeckter" sind wir auf dem Weg nach "oben". Wir wollen uns bundesweit hörbar machen, ähnlich wie BAP oder Hubert von Goisern. Es ist noch kein Ende abzusehen, die Wendrsonn strahlt hell wie noch nie.

STATTzeitung wünscht alles Gute und bedankt sich für das Gespräch. Das Interview führte Marion Tichy

 


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